Petition abgebrochen

Nach nur sechs Tagen haben wir uns entschlossen, die Petition „Festlegung der Höchstmenge für Mentholaroma in E-Zigaretten-Liquid nicht unter 2%“ abzubrechen.

Das lag jetzt nicht daran, dass wir nach dieser Zeit nur 162 Mitzeichnungen sammeln konnten, denn das ist nur das Symptom. Die Ursachen für das geringe Interesse und die Unmöglichkeit, mehr zur Unterstützung zu bewegen, liegen einerseits an einen tatsächlichen faktischen Desinteresse an einer Meinungsbekundung und andererseits an einem Faktor, der für uns in der Art nicht vorhersehbar war, die Aktion jedoch quasi zerstört hat.

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Warum openPetition – lohnt das? Ist sie eigentlich durchdacht?

Wie das Petitionsrecht funktioniert, muss uns zum Glück niemand erklären, weil wir Mitglieder im Team haben, die sich auf diesem Gebiet auskennen.
Weiterer Vorteil ist, dass uns auch keiner über die Auslegung und das Verständnis von Gesetzestexten belehren muss, weil auch in dieser Hinsicht in unserem Team entsprechende Kompetenz vorhanden ist.

Wer den Artikel im ExR-eport gelesen hat, sollte eigentlich wissen, dass diese Petition keine “klassische” Petition an den Petitionsausschuss des Bundestages ist. Und wir wissen das auch, sonst hätten wir darauf nicht hinweisen können. Auch die Erwägungsgründe, eine freie Petition zu starten, haben wir dargelegt und zum Ausdruck gebracht, dass wir damit bewusst auf gewisse Möglichkeiten verzichten.

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Interessengemeinschaft ExRaucher – wer, was?

Wir haben die Gründung der Interessengemeinschaft ExRaucher im Dezember 2016 nicht an die große Glocke gehängt, weil wir uns selbst nicht wichtiger nehmen, als wir es sind. Das Team, aus dem die ExRaucher (IG) besteht, arbeitet bereits seit Mai 2015 zusammen. Seinerzeit haben wir das Projekt “ExRaucher” gestartet, eine Webseite (http://exraucher.org), auf der E-Dampfer die Erfolgsgeschichte ihres Umstiegs auf das E-Dampfen veröffentlichen können. Sinn und Zweck war es, eine authentische Informationsseite über die realen Aspekte durch Geschichten existierender Menschen aufzubauen, um Entscheidungsträger darauf hinzuweisen, welches Potential im Dampfen steckt und dass ihre Entscheidungen echte Menschen und deren Gesundheit und Wohlergehen betreffen. Außerdem sollten die Storys auch dazu dienen, Tabakraucher auf die Möglichkeit und die Vorteile eines Umstiegs auf das E-Dampfen hinzuweisen und für alle Interessierten Informationen über das E-Dampfen bereitzustellen. Dieses Projekt läuft auch jetzt noch erfolgreich weiter, obwohl nur noch selten neue Geschichten hinzukommen. Die Zugriffszahlen bewegen sich wöchentlich im mittleren fünfstelligen Bereich, wobei die Klicks zu einem beachtlichen Teil aus Bereichen kommen, die mit dem E-Dampfen und der Dampfer-Szene nichts zu tun haben.

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Weshalb 2% Mentholanteil?

Die Forderung in der Petition nach 2% Mentholanteil als Höchstgrenze in Fertigliquids hat einen sehr konkreten Grund und ist korrekt errechnet. Ein Liquid mit einem Mentholanteil (damit ist die Substanz Menthol, ein farbloser, kristalliner Feststoff gemeint) von 2% ergibt einen kräftigen, aber gut genießbaren Geschmack.

Im Gegensatz zu vielen anderen Aromen, die man als Selbstmischer seinem Liquid zusetzt, ist Mentholaroma in der Regel nicht verdünnt oder gestreckt. Der überwiegende Teil von reinen Mentholaromen (nicht mit “Minzearomen” zu verwechseln) enthalten Menthol im Verhältnis von 1:1 im Lösungsmittel. Die Dosierungsempfehlungen liegen bei diesen Mentholaromen bei bis zu 2%, was ein sinnvoller Wert ist. Eine etwas höhere Konzentration kann noch gut dampfbar sein, aber hier gilt dann das aus der Werbung bekannte Prinzip: “Ist es zu stark, bist du zu schwach.”

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Mengenbegrenzung für Menthol? Ein Zeichen setzen!

Petition: „Menthol ≥ 2%

Anfang Mai gab es positive Nachrichten. Das strikte Mentholverbot in Liquids ist mit der 2. ÄnderungsV zur TabakerzV gefallen. Liquidhersteller und Dampfer konnten aufatmen, weil zahlreiche Liquids nun weiter auf dem Markt bleiben können.

Diese positive Regelung hat aber einen Pferdefuß. Mit der Änderungsverordnung wurde gleichzeitig das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschat (BMEL) beauftragt, eine Höchstmenge für Menthol in Liquids festzulegen. Es wurde „argumentiert“ mit: „Um Risiken zu minimieren, ist ein Verbot von Menthol als Hauptaroma sinnvoll.“

„Argumentiert“ steht deshalb in Anführungszeichen, weil die vermeintlichen „Risiken“ weder benannt, noch belegt wurden. Es wurden einfach „Risiken“ behauptet, obwohl es viele zugelassene bzw. erlaubte Produkte (Konsumgüter , aber auch Medizin- oder Heilprodukte) gibt, die mit deutlich mehr Menthol daherkommen, als man für ein Liquid mit Menthol als Hauptaroma benötigt. Anscheinend ist Menthol nur „riskant“, wenn es in einem E-Dampfgerät verwendet wird (so ähnlich, wie das „gute“ Nikotin in NRT aus der Apotheke und das „böse“ Nikotin in E-Dampf-Liquids).

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