Nachtrag: Markterhebung oder Studie?

Nun ist doch noch eine Antwort auf unsere Mail eingegangen. Grund für die Verzögerung war Arbeitsstau über den Feiertag. Das ist nachvollziehbar.

Es wurde mitgeteilt, dass es kein Geheimnis sei, dass die Firma Von Erl der Auftraggeber ist. Das ist logisch, denn spätestens nach Absenden der eigenen Antworten in der Erhebung erfährt man das ja auch.

Die Begründung dafür (für die Mitteilung des Auftraggebers erst nach Absenden des Fragebogens) ist, dass es ja zwei Fragen in der Erhebung gibt, bei denen verschiedene Hersteller – darunter auch Von Erl – genannt würden. Eine Nennung des Auftraggebers würde das Ergebnis dieser Fragen verfälschen.

Das klingt zunächst nachvollziehbar, aber ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Es könnte höchstens Einfluss auf die eine Frage haben, wo danach gefragt wird, welche Hersteller man kennt. Aber wenn man Von Erl vorher nicht als Hersteller (und damit die Produkte) kannte, dann wird man kaum antworten, man kenne Von Erl, nur weil die Firma als Auftraggeber zu Beginn der Erhebung genannt wurde.

Insgesamt ändert die Antwort nichts an unserer Einschätzung, dass es sich vornehmlich um eine Markterhebung zur eigenen Marketing- und Produktoptimierung handelt.

Daran ist auch nichts auszusetzen, wie auch am Auftraggeber Von Erl nichts auszusetzen ist. Ein bitterer Beigeschmack bleibt trotzdem, weil die Markterhebung als „große Studie“ verkauft wird und suggeriert wird, es würden für die Allgemeinheit (und insbesondere für die Dampfer) interessante Daten erfasst. Hat man die Fragen beantwortet, dann stellt man fest, dass es mehr um Konsumgewohnheiten und Markenkenntnis geht und nur einige wenige Fragen zu anderen Themen abgefragt wurden. Letztere sind auch schon an anderen Stellen erfasst und ausgewertet worden.

Mit offenen Karten wäre das sicher besser angekommen. Wir werden der ausführenden Firma P8 GmbH noch eine Mail mit ein paar Hinweisen und Erläuterungen, wie die Szene so tickt, schreiben, damit sie verstehen, weshalb die Vorgehensweise eher zu einer grundsätzlichen Ablehnung führt, obwohl es eigentlich keinen Grund dafür gibt.

2. ÄnderungsV zur TabakerzV – Ein Schritt vor und 7/8. Schritt zurück

Es gibt nun ein Dokument mit Empfehlungen der Ausschüsse zur zweiten Änderungsverordnung zur Tabakerzeugnisverordnung.

Kurz zur Erläuterung: Gesetze und Verordnungen werden häufig aktualisiert und angepasst. Dies geschieht durch Änderungsgesetze und Änderungsverordnungen. Bei der TabakerzV steht nun eine zweite Aktualisierung an, bei der es – was uns E-Dampfer anbelangt – vornehmlich um Übergangsfristen und Aromenverbote (für fertige Liquids – Aromen als solche werden hier weder eingeschränkt noch irgendwie reguliert) geht.

Zunächst sollte Menthol in allen Varianten komplett und SOFORT (ohne Übergangsfrist – im Gegensatz zu „normalen echten“ Tabakprodukten, wo eine Frist bis 20.05.2020 gewährt wurde) aus den Liquids verbannt werden.
Dies wurde nochmals überarbeitet und zumindest eine Übergangsfrist bis zum 20.05.2020 auch für Menthol in Liquids eingeräumt.
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Markterhebung oder Studie?

Die eGarage berichtet am 29.04.2017 über die „world´s biggest vaping survey“, die kürzlich startete. Zum Launch dieser Erhebung wurden an etliche Adressaten (Forenbetreiber, Blogger, Magazin-/Zeitschriften-Redaktionen etc.) ähnlich lautende Mails mit dem Betreff

„Die weltweit größte Dampferstudie“

versandt. Ist es nun eine ungenaue Übersetzung des Wortes „survey“ (was ja sowohl Erhebung, Umfrage oder auch Studie bedeuten kann) oder wurde der Begriff „Studie“ mit Absicht gewählt? An Studien sind wir Dampfer ja immer interessiert, insbesondere, wenn sich diese hauptsächlich (wie in der Mail erläutert) an E-Dampfer richtet. Das Wort „Studie“ in Verbindung mit schmeichelhaften Beschreibungen des eigenen Web-Projekts ist geeignet, dass man schnell „Hurra“ ruft und teilnimmt… und auch Werbung für die „Studienteilnahme“ betreibt.

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ExRaucher (IG) und die Frage nach den Steuern *** U P D A T E ***

Noch sind vier Wochen Zeit, an der Umfrage teilzunehmen. Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass es wichtig und sinnvoll ist, die gebotene Möglichkeit zur Meinungsäußerung zu nutzen, wie wir es im ersten Artikel ja ausgeführt haben.

Für alle, die sich vielleicht vom Verfahren der Teilnahme haben abschrecken lassen, ist es eine gute Idee, sich diesen Artikel der IG-ED durchzulesen, in dem wirklich Schritt für Schritt erklärt wird, wie man vorgehen muss und der ebenfalls mit deutschen Übersetzungen daherkommt, die sprachliche Hürden zu überwinden helfen:

Ein Europa 24 Sprachen Teil 2

 

ORF – Auch E-Zigaretten sind nicht harmlos – ExRaucher sagt Kontra!

Man sollte ja meinen, jetzt wo Frau Pötschke-Langer in Rente ist und ihre Nachfolgerin einen objektiveren Standpunkt zur E-Zigarette (=E-Dampfgerät) vertritt, würde man zumindest keine offensichtlichen Lügen mehr lesen.

Aber der Umwelthygieniker Manfred Neuberger hat wohl den Schuss noch nicht gehört und besteht auf unhaltbaren, längst widerlegten Standpunkten.

Da dieser Artikel gestern im Radio zu hören und in mehreren österreichischen Onlinemedien zu lesen war, sagen wir Kontra! (K_10: ORF – Auch E-Zigaretten sind nicht harmlos).

Wir haben seine Aussagen einer Prüfung unterzogen und sie konnten natürlich nicht standhalten.

Warnung – Gesundheitsgefahr beim Konsum von E-Zigaretten und E-Shishas! *** U P D A T E ***

Ende Jahr und doch noch ein Aufreger – und wie!

Klar, die Polizei bzw. deren Dienststellen, wie die Prävention ist eine Institution, die auf Gefahren unbedingt aufmerksam machen muss und das wird auch begrüsst.

Wenn diese aber so ausfällt, wie die Warnung vor der E-Zigarette und E-Shishas, dann kann dies nur zu einem Kontra! unsererseits führen.

Wer so plakativ und falsch informiert, der wird aufgefordert, das zu korrigieren oder zu belegen. Falsche Behauptungen und Aussagen führen zu Verunsicherung und ja sogar dazu, Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen – und das völlig unnötig

Hier sei echt auch die Frage erlaubt, seit wann die Polizei „Propaganda“ betreibt?

*** U P D A T E ***

Bereits am Fr., 30. Dezember 2016 nachmittags wurde der gesamte Post incl. aller Kommentare von der Polizei Mittelhessen auf Facebook gelöscht. Was der Anlass für das Entfernen der Meldung war, ist bislang nicht bekannt. Auf Facebook war es ja bereits wieder „still“ geworden. Es wäre zu hoffen, dass sich die Verantwortlichen die sachliche und konstruktive Kritik, die es auch gab, zu Herzen genommen und den Artikel mit den manipulativen Inhalten vorerst aus dem Netz genommen haben. Wir sind gespannt, ob nun in nächster Zeit eine konkrete Warnung vor dem Konsum der sog. „Legal Highs“ veröffentlicht wird… denn die tut sicherlich not.

ExRaucher (IG) und die Frage nach den Steuern

Mitte November wurden wir auf die Consultation on excise duties applied to manufactured tobacco for revision of Directive 2011/64/EU aufmerksam. Es geht dabei darum, dass die bestehende Richtlinie über die Besteuerung von Tabakprodukten überarbeitet werden soll. Notwendig wurde dies unter anderem dadurch, dass es zahlreiche „neue“ Tabakprodukte gibt, die sich nicht in die bestehende Direktive einordnen lassen, sowie die Überlegungen, auch E-Dampf-Produkte eventuell dort aufzunehmen.

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PPHD: ExRaucher.org muss wieder einmal Kontra! sagen…

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Unglaublich, was sich eine öffentlich-rechtliche Stelle in Kalifornien erlaubt hat. Wir hätten nicht gedacht, dass eine Einrichtung wie das Pasadena Public Health Department einfach mal öffentlich lügen und eine ganze Gruppe von Menschen beleidigen(!) würde… aber die Amis ticken wohl doch anders.

Na schaut selbst… auch wenn es außerhalb Europas stattfand, sahen wir uns gehalten, wieder einmal Kontra! zu sagen, denn schließlich hat das PPHD die Angelegenheit grenzüberschreitend auf Twitter breitgetreten.

Deshalb:

K_08: WIR SIND KEINE DUMMEN SCHAFE!

Zum Abschluss noch mal Galle spritzen

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Kuebi = Armin Kuebelbeck, DKFZ Heidelberg 01, CC BY-SA 3.0

Ja wir alle haben darauf gewartet, nun ist es endlich so weit.

Dr. Martina Pötschke-Langer geht endlich in Rente. Was haben wir unter ihr gelitten. Ich will gar nicht behaupten, dass die Frau Dr. nicht mal ehrenhafte Motive hatte, als sie ihre Stelle beim DKFZ antrat. 2012 war sie noch recht objektiv, was die E-Zigarette anbelangt.

Was dann passiert ist, darüber kann man nur spekulieren.

Zum Abschluss bekommt sie nochmal eine Bühne. Sie und ihre Nachfolgerin wurden von der Rhein-Neckar-Zeitung interviewt.

Frau Dr. brüstet sich damit, dass sie unter Eid aussagte, dass Passivrauchen schädlich ist, und (!) dass es durch das Rauchverbot nicht zu einem wirtschaftlichen Einbruch in der Gastronomie kommen wird (das muss ihr ihre Glaskugel verraten haben), begründet hat sie dies unter anderem mit Irland, Italien, Norwegen und NewYork. Tja schlecht recherchiert. Denn gerade Irland wurde vom Pubsterben hart getroffen und auch in Deutschland führt das Rauchverbot vielerorts zum Kneipensterben. Das kann man bei TAZ, Spiegel und Co. nachlesen.

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Endlich wieder einmal: Kontra!

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Nach längerer Pause (es gab einfach keine bedeutenden öffentlichen bzw. öffentlichkeitswirksamen Lügen über das Dampfen) sind wir über ein Interview gestolpert, das ein „Kontra!“ wirklich erforderlich macht.

Auf der Kommunikationsplattform für approbierte Mediziner „esanum“ wurde ein Interview veröffentlicht, in dem zwei „altbekannte“ Lügen (Gateway-Effekt und „Wir wissen nicht, was drin ist“) und eine“nicht ganz so prominente und neuere“ unbewiesene Behauptung („Nikotinersatzprodukte von BIG-T sind besser) heraus gehauen werden.

Nun mag sich mancher fragen, wen das denn interessiert… kaum jemand kennt „esanum“ und auch der dort interviewte Prof. Dr. Kiefer wird wohl den meisten nicht bekannt sein. Also wozu der Aufwand? Damit kann ja keiner was anfangen.

Nun, auf den ersten Blick mag es so erscheinen, aber da steckt leider mehr Potential dahinter, als es auf den ersten Blick offenbart.

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