K_02: Stellungnahme des dkfz. zu TabakerzeugnisG und TabakerzeugnisV

dkfz-stellungnahme

Elektronische Zigaretten bergen jedoch nicht nur aufgrund des Nikotingehalts ein Gesundheitsrisiko, sondern auch aufgrund anderer Inhaltsstoffe. Dazu gehören die Trägersubstanz Propylenglykol, verschiedene Aromen, Verunreinigungen wie krebserzeugende Nitrosamine sowie Substanzen, die teilweise erst beim Erhitzungsprozess gebildet werden. Dies gilt unabhängig vom Nikotingehalt der Produkte, also auch für nikotinfreie Produkte. Daher sollten auch nikotinfreie elektronische Zigaretten und Nachfüllbehälter einen Warnhinweis tragen: „Dieses Produkt kann Ihre Gesundheit gefährden.“

Kontra!

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Elektronische Zigaretten sind vor allem für junge Menschen interessant.
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Nicht nur die Verpackung, sondern auch das Produkt selbst kann speziell für Jugendliche attraktiv gestaltet sein. So sind beispielsweise bunt bedruckte oder mit Strass-Steinen besetzte elektronische Zigaretten sowie solche mit besonderen Zusatzfunktionen, die vor allem für Jugendliche reizvoll sind, auf dem Markt. Um zu verhindern, dass die Produkte Jugendliche zum Konsum des gesundheitlich bedenklichen Produkts animieren, sollte für elektronische Zigaretten und andere elektronische Inhalationsprodukte eine standardisierte Form eingeführt werden, die sich in der äußeren Gestalt und Farbe eindeutig von Zigaretten unterscheidet und zudem für Jugendliche möglichst unattraktiv ist. Als Produktfarben sollten daher nur Grau oder Schwarz erlaubt sein.
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Ergänzend zu den in dieser Liste enthaltenen Inhaltsstoffen sollten jedoch sämtliche für Kinder attraktive Aromen verboten sein. Es sollten ausschließlich Tabakaromen erlaubt sein, damit die Produkte für Raucher, nicht aber Kinder und Jugendliche attraktiv sind. Die vom DKFZ vorgeschlagene Liste für Zusatzstoffe in Tabakerzeugnissen, die verboten werden sollten, sollte ebenso für elektronische Zigaretten und Nachfüllbehälter gültig sein.
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Die Emissionen färbende Zusatzstoffe wurden für Tabakerzeugnisse verboten, da sie die Attraktivität der Produkte steigern. In ähnlicher Weise machen farbige LEDs, die den Tank elektronischer Zigaretten beleuchten, die Produkte – insbesondere für Kinder und Jugendliche – attraktiver. Daher sollten farbige LEDs für elektronische Zigaretten verboten werden.

Kontra!

http://pediatrics.aappublications.org/content/130/4/e879
http://ntr.oxfordjournals.org/lookup/doi/10.1093/ntr/ntu333
http://www.jahonline.org/article/S1054-139X%2812%2900409-0/abstract
http://www.jahonline.org/article/S1054-139X%2814%2900310-3/pdf
http://ntr.oxfordjournals.org/content/17/7/810
http://blog.rursus.de/2014/08/das-cdc-beluegt-die-oeffentlichkeit-massiv/
http://blog.rursus.de/2013/09/studien-beweisen-ezigaretten-sind-fuer-jugendliche-nichtraucher-nicht-interessant/
http://blog.rursus.de/2014/08/ausstiegsdroge-e-zigarette/

 

Stabsstelle Krebsprävention / WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle:

Belegen Sie die Gefährlichkeit der Inhaltsstoffe nikotinfreier Dampfgeräte durch wissenschaftliche Studien, Zahlen, Daten und Fakten. Sollte Ihnen dies nicht möglich sein, fordern wir auf, die diesbezügliche Stellungnahme in Ihrem Dokument (auch öffentlich) zu widerrufen!

Belegen Sie, dass die Hauptzielgruppe für Dampfgeräte Kinder und Jugendliche sind durch wissenschaftliche Studien, Zahlen, Daten und Fakten. Sollte Ihnen dies nicht möglich sein, fordern wir auf, die diesbezügliche Stellungnahme in Ihrem Dokument (auch öffentlich) zu widerrufen!