K_11: NDR – Rauchen: So schädlich sind E-Zigaretten

NDR – Rauchen: So schädlich sind E-Zigaretten (archive.org)

Das bedeutet allerdings nicht, dass elektronische Zigaretten unschädlich sind.

Kontra!

Es bedeutet aber auch nicht, dass E-Dampfgeräte schädlich sind. Nach 12 Jahren ist bislang noch nicht ein einziger Todesfall durch den Konsum von E-Dampfgeräten bekannt geworden und ebenfalls keine schwerwiegende Erkrankung. Solange also noch keine schädliche Wirkung bewiesen ist, muss davon ausgegangen werden, dass E-Dampfgeräte vollkommen unschädlich sind.

 

Mehr als 8.000 Aromen werden verwendet, die wenigsten davon sind auf ihre Wirkungen im Menschen getestet.

Kontra!

Hier ist der Verfasser einem alten Irrtum aufgesessen. Die Zahl 8.000 bezieht sich nicht auf 8.000 verschiedene Geschmacksrichtungen, sondern um 8.000 zugelassene Aromenbestandteile, aus denen die verwendeten Lebensmittelaromen komponiert sind. Bei der Herstellung von Liquids kommen zugelassene Lebensmittelaromen zum Einsatz. Deren Wirkung wird genauestens begutachtet, bevor sie in die entsprechenden Liste aufgenommen werden.

Die europaweit geltenden Bestimmungen können u. a. hier nachgelesen werden:

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2008:354:0034:0050:DE:PDF
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2012:267:0001:0161:DE:PDF

 

Im Vergleich dazu enthält das Aerosol von E-Zigaretten tatsächlich weniger Schadstoffe, allerdings auch entzündungsfördernde, reizende und sogar krebserregende Substanzen.

Kontra!

Die Verwendung des Begriffs „Schadstoff“ ist ohne eine Angabe der Dosis / Menge ohne jegliche Aussagekraft.

Ist Nikotin ein Gift?

 

Die Basis des Liquids besteht aus Propylenglykol, einem Stoff, der auch als Disko- oder Theaternebel eingesetzt wird. Dieser Dampf kann Augen- und Atemwegsirritationen auslösen. Bislang ist unklar, welche Folgen es hat, wenn man sich langfristig dieser Substanz aussetzt. Mit dem Dampf gelangen feinste Partikel bis tief in die Lunge und können sich dort ablagern.

Kontra!

Die Gefahr schädlicher Wirkungen von Propylenglykol wird von offizieller Stelle auf EU-Ebene verneint. Aus diesem Grunde wurde auch die Gefahrstoff-Einstufung durch die ECHA kürzlich abgelehnt. Es gibt nicht einmal einen Richtwert des Ausschusses für Innenraumrichtwerte beim Umweltbundesamt.

ECHA 19 final opinions
Innenraumluft-Richtwerte

Da es sich bei dem Dampf eines E-Dampfgeräts um ein Flüssigaerosol handelt und keine Feststoff-Partikel entstehen, können die erwähnten Partikel nur durch Feinstaub aus der Umgebungsluft stammen. Diese werden dann aber bei jedem auch ohne Dampf tief in die Lunge, allein durch den Atemvorgang. Die Flüssigkeitströpfchen, die Inhaliert werden, können sich nicht in der Lunge ablagern.

 

Beim Erhitzen der Liquids entstehen zudem die krebserregenden Substanzen Acetaldehyd und Formaldehyd.
Beim Verbrauch von drei Millilitern Liquid entstehen etwa 14 Milligramm Formaldehyd.

Kontra!

Auch hier wieder ein alter Irrtum bzw. eine alte unwahre Behauptung. Beim Erhitzen von Liquids außerhalb der normalen Nutzung können Formaldehydabspalter (die gesundheitlich unbedenklich sind) entstehen, aus denen unter bestimmten physikalischen Bedingungen, die in einem Dampfgerät nicht vorherrschen, Formaldehyd entstehen kann. Es ist theoretisch möglich, dass aus den erwähnten drei Millilitern, durch Überhitzung so viel Formaldehydabspalter entstehen, dass man aus diesen 14 Milligramm Formaldehyd gewinnen könnte. Tatsächlich entstehen beim bestimmungsgemäßen Gebrauch eines E-Dampfgerätes ca. 50 Mal weniger Formaldehyd, als beim Tabakrauchen.

Evaluation of Electronic Cigarette Use (Vaping) Topography and Estimation of Liquid Consumption: Implications for Research Protocol Standards Definition and for Public Health Authorities’ Regulation
Carbonyl Compounds Generated from Electronic Cigarettes
IARC MONOGRAPHS VOLUME 83

 

Zünddraht

Kontra!

Ein E-Dampfgerät enthät keinen „Zünddraht“, da bei Benutzung nichts „gezündet“ wird. Lediglich ein Heizdraht ist vorhanden, da bei der Benutzung das Liquid erhitzt wird. Das Schreiben über ein Thema macht es erforderlich, sich mit dem Thema zu befassen.

 

So löst das süß-butterähnliche Diacetyl beim Einatmen schwere Entzündungen der Atemwege aus.

Kontra!

Auch hier wird wieder nicht erwähnt, ab welcher Menge Diacetyl zu diesen Entzündungen führen kann. Ansonsten hätte diese Erwähnung nicht stattgefunden, weil die Menge an Diacetyl in einigen wenigen Liquids derart gering ist, dass keine schädliche Wirkung zu erwarten ist.

ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION über ein Verzeichnis der in oder auf Lebensmitteln verwendeten Aromastoffe
Diacetyl [MAK Value Documentation in German Language, 2015]
DIACETYL EXPOSURE AS A PNEUMOTOXIC FACTOR: A REVIEW
Determination of toxic carbonyl compounds in cigarette smoke

 

Herr Marmor, Herr Bensemann,

als Verantwortliche für ein öffentlich-rechtliches Medium (NDR) ist es Ihre Pflicht, die Redakteure dazu anzuhalten, dem journalistischen Kodex zu beachten und den Informations- und Bildungsauftrag, der Ihnen obliegt wahrzunehmen. Die Darstellung unwahrer Behauptungen muss unterbleiben.

1. Weisen Sie durch wissenschaftliche Studien und Untersuchungen nach, das die Benutzung von E-Dampfgeräten (ugs. fälschlich als „E-Zigaretten“ bezeichnet) gesundheitsschädlich ist.

2. Belegen Sie, welche Aromen in handelsüblichen und gesetzlich zugelassenen Liquids für E-Dampfgeräte nicht als Lebensmittelaromen EU-weit für den menschlichen Genuss zugelassen sind.

3. Machen Sie kokrete Angaben über die als schädlich angesehene Menge der Stoffe, die Sie als „Schadstoffe“ bezeichnen und geben sie an, in welcher Menge sie beim Konsum eines E-Dampfgerätes freigesetzt werden.

4. Belegen Sie, wo Propylenglycol eine bedenkliche gesundheitsschädliche Wirkung nachgewiesen wird, wie hoch die notwendige Menge für diese Wirkungen sind und geben Sie an, in welcher Menge sie beim Konsum eines E-Dampfgerätes freigesetzt werden.

5. Legen Sie durch wissenschaftliche Studien und Untersuchungen dar, dass und wie viele lungengängige Feststoffpartikel beim Vaporirieren einer Flüssigkeit entstehen.

6. Belegen Sie durch wissenschaftliche Studien und Untersuchungen, wie viel Formaldehydabspalter beim bestimmungsgemäßen Gebrauch eines E-Dampfgerätes und dem Konsum von drei Millilitern eines handelsüblichen und gesetzlich zugelassenen Liquids entstehen und wie viel Formaldehyd letztlich unter normalen Benutzungsbedingungen aus diesen Substanzen entstehen.

7. Benennen Sie mindestens ein handelsübliches und zugelassenes E-Dampfgerät, welches einen „Zünddraht“ als wesentlichen Bestandteil aufweist.

8. Weisen Sie durch wissenschaftliche Studien und Untersuchungen nach, dass bei der Benutzung eines handelsüblichen und zugelassenen Liquids, welches Diacetyl enthält, eine Menge an Diacetyl freigesetzt wird, die größer ist als die vorgeschriebenen Grenzwerte.

Sollten Sie die geforderten Nachweise nicht leisten können, fordern wir Sie auf, den Beitrag des NDR zu korrigieren und die getroffenen, jedoch nicht belegbaren Behauptungen zu entfernen.